Für MTB-Eltern gibt es nichts Cooleres, als gemeinsam mit den Kindern zu fahren. Doch manchmal möchte man weiter kommen, als es mit einem Anhänger oder Laufrad möglich ist – und genau hier kommt der Shotgun Sitz ins Spiel.
Wenn du noch keine Erfahrung mit Front-Sitzen hast, findest du hier 6 Tipps, wie du deine Kleinen für die Fahrt im Shotgun Sitz begeistern kannst:
1. Mach ihn zu ihrem eigenen Sitz.
Wie alle Eltern wissen, beanspruchen Kinder gerne alle möglichen Dinge für sich – selbst solche, die ihnen gar nicht gehören! Nutze diese Eigenschaft zu deinem Vorteil und wecke die Begeisterung deines Kindes fürs Mountainbiken, indem du es den Shotgun Sitz als seinen eigenen Sitz betrachten lässt.
Lass dein Kind zum Beispiel beim Auspacken des Sitzes helfen, ihn gemeinsam mit dir montieren und ihn als ‚seinen Sitz‘ bezeichnen. Zum Shotgun Sitz gehören außerdem coole ‚Shred til bed‘-Aufkleber, mit denen dein Kind seinen Helm oder dein Bike verschönern kann!
Je mehr sich dein Kind auf seinen neuen Sitz freut, desto lieber wird es damit fahren – eine Win-Win-Situation für alle!

2. Auf die richtige Kleidung kommt es an.
Auch wenn dir beim Mountainbiken warm wird und du ins Schwitzen gerätst – deinem kleinen Mitfahrer geht das nicht unbedingt genauso.
Da dein Kind nicht selbst in die Pedale tritt, braucht es ein paar Schichten mehr als du, um warm zu bleiben. Und denk daran: Warm bedeutet wohlfühlen, und wer sich wohlfühlt, hält länger durch 🥳
Statte deinen kleinen „Shredder“ mit Helm, Handschuhen (oder Lenkerstulpen, wenn es kalt wird) und passender Kleidung aus – so bleibt die Begeisterung groß.
3. Die erste Ausfahrt: Klein anfangen.
Für die erste Tour empfiehlt es sich, es langsam angehen zu lassen.
Damit sich dein Kind auf dem Shotgun Sitz sicher und wohl fühlt, solltest du klein anfangen. Es ist wichtig, dass es sich an die erhöhte Position ganz vorne gewöhnt, bevor ihr euch ins erste Offroad-Abenteuer stürzt.
Dreh erst ein paar Runden in der Nachbarschaft, bevor ihr euch auf die Trails wagt, oder fahr ein paar Mal mit dem Shotgun Sitz (statt mit dem Laufrad) zum Spielplatz. Je wohler sich dein Kind vorne fühlt und je mehr Spaß es daran hat, desto größere Abenteuer könnt ihr später gemeinsam erleben.
Ein Profi-Tipp für die erste Fahrt: Nimm ein weiteres Familienmitglied oder einen Freund mit. So hast du jemanden dabei, der auf Google Maps schauen, Anrufe entgegennehmen oder sich um sonstige Dinge kümmern kann – und du kannst dich voll und ganz auf die Fahrt mit deinem Kind konzentrieren.

4. Das Wichtigste einpacken.
Ausflüge mit kleinen Kindern erfordern immer eine Packliste – und das gilt auch für Radtouren.
Neben deiner üblichen Fahrradausrüstung (Werkzeug, Ersatzschläuche usw.) solltest du unbedingt ausreichend Wasser und Snacks einpacken. Der Lieblingssnack deines Kindes kann in schwierigen Momenten wahre Wunder wirken.
Wenn ihr eine längere Tour plant, nimm eine Karte mit – oder ein Handy mit vollem Akku und einer Routenkarte darauf. Die Ausrede „Ich habe mich nicht verlaufen, ich weiß nur gerade nicht, wo ich bin“ kommt bei einem müden Kleinkind, das eigentlich nur nach Hause möchte, wahrscheinlich nicht besonders gut an.
5. Kommunikation ist das A und O
Einer der großen Vorteile eines vorne montierten Fahrradsitzes – bei dem dein Kind direkt vor dir sitzt – ist die Möglichkeit, sich während der Fahrt auszutauschen und gemeinsam Spaß zu haben.
Durch diese einfache Kommunikation kannst du dein Kind frühzeitig auf Veränderungen des Untergrunds oder Steigungen hinweisen, sodass es sich auf Unebenheiten oder Anstiege einstellen kann.
Indem du die Fahrt kommentierst, vermeidest du Überraschungen. Zudem lernt dein Kind ganz nebenbei, selbst vorausschauend zu fahren und seinen Körper an das jeweilige Gelände anzupassen.
6. Und wie geht es weiter?
Jetzt, wo dein Co-Pilot direkt vorne mitfährt, machen Abenteuer und Familienausflüge gleich viel mehr Spaß. Um die Begeisterung aufrechtzuerhalten, kannst du weitere unterhaltsame Aktivitäten einbauen.
Viele MTB-begeisterte Eltern nehmen gerne ein Laufrad mit – entweder im Rucksack oder mit Spanngummis am Gepäckträger befestigt –, damit das Kleinkind auf einfacheren Strecken selbst ein Stück fahren kann.
Auch kleine Spiele während der Fahrt sorgen für gute Laune – zum Beispiel ein Wettbewerb, wer die meisten Vögel entdeckt oder die meisten Wildtiere benennen kann.
Wie wäre es mit einem „Mama- oder Papa-Date“, bei dem ihr jedes Mal ein neues Ziel ansteuert oder die Tour mit einer süßen Belohnung ausklingen lasst? Die Möglichkeiten sind endlos.

Hast du den Shotgun Sitz schon ausprobiert?
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